Der hawaiianische Weg zum Frieden – das Ho’oponopono

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Ho’oponopono – das klingt irgendwie exotisch und etwas kompliziert, doch was ist das eigentlich genau?

Jeder kennt diese Situation:  Wir sind nicht in Frieden mit uns, weil da negative Gefühle sind, die uns belasten: Etwa einem anderen Menschen gegenüber, der uns etwas angetan hat, oder in Anbetracht einer Situation, die wir nicht akzeptieren können, oder aber auch uns selbst gegenüber, weil wir uns etwas nicht verzeihen können. Oft verharren wir sehr lange in diesem Groll, der immer wieder an uns nagt und der uns große Teile unserer Lebensfreude raubt. Dabei gibt es einen einfachen Weg, aus diesem Unfrieden wieder in die Harmonie zu kommen: Das Ho’oponopono, das hawaiianische Vergebungssritual.

Aloha – das Licht der Liebe

In einem alten Lied vergleichen die Ureinwohner Hawaiis das Herz des Menschen mit einer Schale. In dieser Schale brennt ein wundervolles sanftes Licht: Aloha – die Flamme der Liebe. Mit und durch diese Liebe ist alles möglich, mit ihrer Hilfe kann man mit den Vögeln fliegen und mit den Haien schwimmen. Jedes Mal aber, wenn jemand zum Beispiel ärgerlich oder neidisch wird, ist es so, als würde er einen dunklen Stein in seine Schale legen. Dieser Stein verdrängt das Licht, und mit jedem Stein des Neids, der Gier und des Zorns wird es dunkler im Herzen. Wenn das Herz jedoch schwer, das Gemüt trübe wird und die Kräfte nachlassen, wird es unmöglich, mit den Vögeln zu fliegen und mit den Haien zu schwimmen. Dann muss man seine Schale herumdrehen und die Steine herausfallen lassen. Das Licht der Liebe, die Flamme von Aloha, brennt wieder – sanft und strahlend wie zuvor – und alles wird wieder möglich.*

Aloha

Das ist ein wunderbares Bild, denn es zeigt auch auf, wie diese vielen dunklen Steine nicht nur die Seele, sondern auch den Körper schwächen. Wer sich Vergangenes nicht vergibt und glaubt, Schuld zu haben, wird krank. Schließlich muss man für Fehler bestraft werden und leiden. Wer sich für eine Sache immer wieder selbst tadelt, programmiert sein Unterbewusstsein. Manche Menschen werden dann vielleicht zu viel  oder zu wenig essen, zu viel oder zu wenig schlafen, bis zur Erschöpfung arbeiten oder sich selbst verbiegen und es allen recht machen wollen. Unbewusstes Tadeln und Strafen kann sogar soweit führen, dass der Kontostand ständig im Minus ist – wer nichts wert ist, hat schließlich keine Belohnung verdient und „Schulden“ haben auch etwas mit „Schuld“ zu tun…

Selbstverantwortlich Konflikte zu lösen

Ho’oponopono ist aber auch ein einfaches, sehr mächtiges Werkzeug, um Konflikte zu lösen, die wir mit anderen Menschen haben. Zwar haben wir meist keinen Einfluss auf das Handeln anderer, aber wir können eigenverantwortlich entscheiden, wie wir darüber denken, fühlen und welche Konsequenzen wir daraus ziehen. In der ursprünglichen Bedeutung ist das Ho’oponopono eine Familienkonferenz – das Problem, welches ein einzelner hat, geht alle etwas an, denn da alle miteinander verbunden sind, kann die Familie (oder die Gruppe, die Firma etc.) immer nur so stark sein wie das schwächste Glied.

Im übertragenen Sinne bedeutet es aber auch: Wenn in meiner Umwelt ein Problem besteht, betrifft es auch mich! Wenn ich mich ändere, kann ich etwas ändern. Und da ich mich ändern kann, habe ich die Macht dazu, etwas zu verändern.

Die vier Schritte des Ho’oponopono

Alles, was es für ein Ho’oponopono braucht, ist Vertrauen in die Kraft der Liebe und der Vergebung – und diese vier Schritte:

Hooponopono

  • Es tut mir leid. (Ich stehe dazu und nehme das Gefühl an.)
  • Ich verzeihe dir (und mir).
  • Ich liebe dich (und mich).
  • Danke.

Diese vier Schritte, regelmäßig bewusst durchgeführt, können wahre Wunder bewirken, denn sie lösen alte, verfestigte Blockaden auf und bewirken dadurch eine Reinigung von Seele und Körper – damit alles wieder möglich wird.

Das Ho’oponopono-Ritual führen wir (Sabine Zimmermann und Jörg-Möller-Jöhnk) in regelmäßigen Abständen in Chieming durch.

 

*aus Dupreé, Ulrich Emil: Heile dich selbst, und heile die Welt, Schirner Verlag

 

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