Die hermetischen Gesetze: Das Prinzip des Wandels

III. Das Prinzip der Schwingung/des ewigen Wandels

Alles ist in Bewegung, alles ist in Schwingung. Nichts ist in Ruhe. Das heißt, alles bewegt sich – ob wir es wollen oder nicht. 

Unser ganzes Leben besteht aus Veränderungen. Von der Geburt bis zum Tod müssen wir uns damit auseinandersetzen, dass nichts so bleibt, wie es ist. Wenn es überhaupt eine Konstante in unserem Leben gibt, dann ist die Veränderung dieses Ewige. So wie das Meer, welches je nach Jahreszeit, Wind- und Wetterlage mal kleine, mal riesige, mal stürmische Wellen an den Strand unseres Lebens spült – und trotzdem immer das Meer bleibt.

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Foto:pixabay – lizenzfreie kommerzielle Nutzung

Wir hätten also gute Gründe, diese Veränderungen als Teil unseres Lebens einfach anzunehmen, da wie sie ohnehin nicht aus unserem Leben aussperren können. Doch häufig tun wir uns schwer damit. Und nicht nur das – viele unserer „Strategien“ sind geradezu darauf ausgerichtet, dafür zu sorgen, dass das Unerwartete, also die Veränderung, uns nicht überwältigt. Wer kennt nicht das Argument des vermeintlich „sicheren“ Jobs, die vermeintliche „Sicherheit“ durch einen Partner bzw. eine Ehe, die „Sicherheit“ einer eigenen Immobilie usw. Sehr viele Branchen leben gut von der Angst vor der Veränderung durch Armut, Krankheit und Tod –  die Versicherungsbranche, die Finanzbranche, die Pharmabranche ……in den USA vor allem auch die Waffenbranche.

Die Angst vor Veränderung war schon immer der Nährboden für Populismus, bis hin zu nationalistischen und rassistischen Ideen. Denn das dritte hermetische Prinzip ist gerade sehr aktuell. Die Herausforderungen einer globalen Welt zwingen uns gerade dazu, uns mit notwendigen Veränderungen auseinanderzusetzen. Aber auch gerade an dieser Stelle ist erkennbar, wie schwer sich viele Menschen damit tun. Anstatt die Veränderungen als Teil des Lebens anzunehmen und verantwortungsvolle Lösungen für globale Probleme – an deren Entstehung vor allem die westlichen Industrienationen beteiligt sind – zu suchen, setzen viele auf Abschottung, Protektionismus, Mauern und den Aufbau von Feindbildern. Die Stärke des Hasses und der Ablehnung ist dabei nur die Projektion der eigenen Ängste. Diese Ängste sind nicht neu, sie waren schon immer da – sie treten nur jetzt ganz besonders massiv hervor. Und nicht jeder möchte sich damit auseinandersetzen.

Doch sämtliche Vorstellungen, die die Existenz des dritten universellen Prinzips missachten und die auf die rücksichtslose Beibehaltung eines früheren Status quo setzen, den es nicht mehr gibt, werden  früher oder später scheitern. Es geht gar nicht anders. Das gilt im Übrigen auch für religiöse Ideen, ganz unabhängig von der Konfession.

Wer das dritte Prinzip verstanden hat, kann sich daher ganz entspannt zurücklehnen und dem ganzen Irrsinn, der da gerade in der Welt zu toben scheint, voller Vertrauen und mit einem Augenzwinkern zuschauen. Es wird so nicht funktionieren. Vielleicht geht es nur darum, das Bild einer Welt loszulassen, von der wir bisher angenommen haben, dass sie immer so sein soll.

Denn Veränderung bedeutet immer auch, etwas loszulassen. Am drastischsten erleben wir diese Veränderung mit dem Tod eines geliebten Menschen. Manchmal müssen wir einen Partner loslassen,  einen materiellen Besitz oder eine vermeintliche Sicherheit, eine Komfortzone, einen Glaubenssatz, eine alte Angst, einen Anspruch an uns selbst, die Idee eines Lebens, das nur so und nicht anders sein soll.

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Foto: pixabay

Doch wer loslassen kann, hat auf einmal eine Hand frei  – und darf sich freuen, was er damit alles Neues in sein Leben holen kann.

 

 

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