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Lebst du schon? Warum es so wichtig ist, JETZT deine Lebensaufgabe zu leben

Wir leben in dramatischen Zeiten, so scheint es. Nichts mehr scheint irgendwie vorhersehbar zu sein.  Bisherige Selbstverständlichkeiten sind plötzlich keineswegs mehr selbstverständlich. Bisher Gültiges verliert seine Gültigkeit. Das Alte, das Bekannte, das Vertraute geht, und wir müssen es ziehen lassen, müssen es loslassen, während das Neue noch nicht da ist.

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Wie wird unsere Welt, wie wird unser Leben in einem Jahr aussehen, in fünf Jahren, in zehn Jahren? Darauf gibt es keine Antworten. Das macht Angst, obwohl wir eigentlich vertrauen sollten. UNS SELBST VERTRAUEN. Nur dort finden wir wirkliches Vertrauen. Doch viele Menschen suchen noch immer ihren Halt und ihr Heil irgendwo da „draußen“ – zum Beispiel bei der Politik, die es mal wieder richten soll und nicht kann. Darin lässt sich enorm viel Energie investieren. „Gebt uns Vertrauen! Gebt uns endlich Sicherheit!  Gebt uns unsere alte Komfortzone zurück!“ Und so klingen die Rufe immer lauter, und dafür wird angeklagt, denunziert, demonstriert und  idealisiert – die Straßen, die Stammtische, die sozialen Netzwerke sind voll davon. Voll von den Ängsten und dem Hass all jener Menschen, die ihre inneren Kriege ins Außen projizieren – die im Außen Heilung suchen für all das, was doch nur im Inneren geheilt werden kann.

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Daher ist es auch kein Zufall, dass gerade jetzt das „Außen“ extremer wird – Terrorismus, Intoleranz, Rassismus, aber auch Politiker, männlich, von Ego und Macht besessen, trumpfen gerade in einer  weltweiten Demonstration vermeintlicher Stärke auf. Auch davor müssen wir keine Angst haben. Es ist das letzte Aufbäumen eines Verhaltensmusters der Schwäche, welches in Zukunft kein Mensch auf diesem Planeten mehr brauchen wird. Geben wir ihm daher nicht unsere kostbare Energie, denn die brauchen wir für uns selbst, und für die gute Nachricht: Ja, die Welt wird weiblicher, menschlicher, solidarischer, kooperativer, liebevoller werden. Vermutlich braucht es dieses letzte Aufbäumen testosterongesteuerter Ego-Dominanz, bevor dieser endgültig die Luft ausgeht.

Skeptiker könnten einwenden, dass das nicht grundsätzlich neu ist. Historisch betrachtet gab es schon wesentlich dunklere Zeiten, und die Weltgeschichte kannte immer schon Phasen der Unsicherheit und Phasen der Stabilität – beides bedingte einander. Eine Tatsache, die wir alle auch aus unserem eigenen Leben kennen. Dennoch gibt es einen Unterschied, der mir Hoffnung macht.

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Was wirklich grundlegend neu ist, ist die wachsende Anzahl an Menschen, die die alten Spiele aus Macht und Ohnmacht nicht mehr mitspielen. Die erkannt haben, dass es kein „Außen“ gibt, sondern dass die Verantwortung für alles, was in unserem Leben geschieht, bei uns selbst liegt. Und wer einmal damit angefangen hat, sich selbst und niemanden sonst als Schöpfer des eigenen Lebens zu begreifen, kehrt nicht mehr in die alte Denkweise zurück. Nie mehr. Sondern lebt als Vorbild für andere. Genau das passiert gerade überall auf der Welt.

Die Anzahl der Menschen, die die wesentlichste Erkenntnis des Lebens erkannt haben, wächst langsam, aber kontinuierlich an.  Irgendwann wird eine kritische Masse erreicht sein wird. Und dann passiert etwas Neues: Heilung geschieht. Einfach so. Denn die Heilung für uns selbst und unseren Planeten, das sind wir selbst.

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Wir alle sind die Zukunft, wir sind das Neue in der Welt. Jeder Mensch ist mit ganz viel Einzigartigkeit, ganz viel Talent, ganz viel Potenzial ausgestattet, und wir alle haben eine wunderbare Aufgabe: genau dieses Potenzial einzusetzen. Auch gegen unseren rationalen Verstand, der uns zuweilen einflüstert, dass das alles nicht funktionieren wird, dass wir scheitern können, dass wir finanzielle Sicherheit brauchen, dass wir doch nicht so einfach nur unser „Ding“ machen können. DOCH. WIR KÖNNEN. WIR MÜSSEN ES SOGAR.

Die Welt braucht dich und deine Talente. Die Antwort ist nicht da draußen zu suchen. Die Antwort ist in dir. Steh auf. Lauf los. Lass alles los, was dir nicht mehr dient. Die Zeit der faulen Kompromisse ist  vorbei. Denn was gestern irgendwie funktioniert hat, wird morgen immer weniger funktionieren.

 

 

Wozu bin ich hier? Wie du deine Lebensaufgabe findest – und lebst!

 

Enzian

„Du hast eine Aufgabe zu erfüllen. Du magst tun was du willst, magst hunderte von Plänen verwirklichen, magst ohne Unterbrechung tätig sein – wenn du aber diese eine Aufgabe nicht erfüllst, wird alle Zeit vergeudet sein.“

Diese Zeilen des islamischen Mystikers Dschelal ed-Din Rumi sind bereits gut 800 Jahre alt  –  doch sie beinhalten eine ganz wesentliche Frage, die uns Menschen heute genauso wie zu allen Zeiten davor bewegt hat: Es ist die Frage nach dem Sinn unseres Daseins, dem „Wozu bin ich hier?“

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Jeder Mensch ist ein einzigartiges, ein ganz besonderes, ein göttliches Wesen. Und wir alle sind bereits mit individuellen Begabungen und Talenten auf die Welt gekommen. Manche davon sind ganz offensichtlich – beispielsweise das Talent zum Malen oder ein musikalisches oder ein rhetorisches Talent. Andere kommen auf leiseren Sohlen daher – und diese wollen erst als Talente entdeckt werden! Denn das, was eigentlich die größte Selbstverständlichkeit im Leben sein sollte –  die eigenen Talente voller Stolz und Liebe zu kennen und zu leben – gelingt uns oft nicht zufriedenstellend. Haben wir doch alle schon von Kindesbeinen an immer wieder gehört, was wir alles NICHT können,  wo wir uns verbessern sollten, woran wir arbeiten müssen….

Indem wir schon sehr früh lernen, uns auf unsere Schwächen zu fokussieren,  fällt es uns im späteren Leben oft schwer, ein Bewusstsein für die eigenen Talente zu entwickeln. Zu viele Glaubenssätze, also gelernte Überzeugungen darüber, wie wir „nun mal sind oder zu sein haben“, halten uns davon ab, unsere Talente (selbst)bewusst und liebevoll zu leben.

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Um das Wort „Talent“ ranken sich viele Vorurteile. Talent, das klingt für viele Menschen nach etwas Grandiosem, etwas, das nur wenigen außergewöhnlichen Menschen vorbehalten ist. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Die bedeutendsten Talente sind gerade deshalb so einzigartig, weil sie im Außen kein großes Aufsehen erregen, sondern einfach da sind. Zum  Beispiel die Fähigkeit, sich gut in Menschen einfühlen und zuhören zu können. Der Wille, mit Ausdauer und Liebe etwas Neues zu gestalten. Die Stärke, etwas Komplexes bis ins Detail zu organisieren. Der „grüne Daumen“, unter dem alles gedeiht.  Ein großes Herz für Kinder. Ein Gespür für Tiere. Die Fähigkeit, Menschen zu begeistern – oder weiterzubringen, zu versöhnen, zu heilen…. Ein sonniges und positives Gemüt. Phantasie und Vorstellungskraft, um sich eine bessere Welt auszudenken. Die Tatkraft, um diese Ideen in die Praxis umzusetzen. Und noch viele, viele mehr…

Das alles sind die wunderbarsten Geschenke, die uns das Leben mitgegeben hat. Es ist unsere Aufgabe, diese anzuerkennen, wertzuschätzen und bewusst zu leben. Das hat sehr viel mit Liebe zu tun. Allem vorangestellt ist die Liebe zu sich selbst. Sie ist der Motor, die Wurzel, die Triebfeder, aus der letztendlich die Liebe zu allen anderen Wesen, Dingen und Aufgaben entspringt. Ohne diese tiefe Liebe und Akzeptanz uns selbst gegenüber sind wir nicht in der Lage,  unser volles Potenzial zu leben.

Denn nichts anderes ist die Lebensaufgabe: Unserem Potenzial, dem Rohdiamanten unserer Seele, eine Form zu geben, damit dieser in seiner vollen Leuchtkraft strahlen kann.

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Doch wie kommt man vom Talent zur Lebensaufgabe? Wie findet man seine wahre Berufung überhaupt heraus? Welchen Weg soll man nehmen? An den wichtigsten Gabelungen des Lebens stehen schließlich keine Wegweiser.

Der griechische Philosoph Aristoteles hat das folgendermaßen formuliert:

Wo sich deine Talente mit  den Bedürfnissen der Welt kreuzen…. Dort liegt deine Berufung.

Im Idealfall entspricht die Lebensaufgabe dem tatsächlichen Beruf. Bei vielen Menschen sieht der berufliche Alltag jedoch ganz anders aus. Die Zunahme von Stress, das Gefühl, in einem „Hamsterrad“ zu stecken und die damit verbundenen psychischen und physischen Beschwerden in der Arbeitswelt sind gerade ein Hinweis dafür, dass viele Menschen einen Beruf ausüben oder in einem Umfeld arbeiten, welches ihrer Lebensaufgabe oder auch ihren Werten nicht entspricht.

Für die Lebensaufgabe gilt  dasselbe wie für die Talente:  Sie muss nichts Grandioses sein. Es ist grandios genug, wenn es eben genau deine Aufgabe ist, die zu deinen Fähigkeiten passt. Sie ist dein Auftrag, weshalb du in der Welt bist. Die Lebensaufgabe kann man überall finden. Es geht auch nicht darum, dass freiberuflich besser ist als angestellt. Manchmal „entdeckt“ man sie in einem Hobby, einem Ehrenamt oder auch einem Nebenjob. Eines ist aber gewiss: Jeder Mensch hat eine Aufgabe. Und sobald du beginnst, dich gedanklich damit zu beschäftigen, wirst du früher oder später dorthin geführt.

Dazu habe ich für euch einige Reflexionsfragen aus meiner Praxis als Coach zusammengestellt:

Reflektiere dein bisheriges Leben

  • Was hast du in deinem bisherigen Leben besonders gerne gemacht und warum? Notiere die „Lieblingsaufgaben“ deines Lebens – ganz egal, ob es sich um ein Hobby, einen Arbeitsplatz, einen Nebenjob, ein Praktikum oder eine Fortbildung gehandelt hat.
  • Was genau hat dich an dieser Aufgabe begeistert? War es die Zusammenarbeit mit anderen? Das kreative Arbeiten? Die Gelegenheit, anderen helfen zu können? Eine selbstständige Arbeitsweise? Die Möglichkeit, vieles organisieren können?
  • Gib‘ allen diesen Dingen eine Überschrift. Sie sind wichtige Hinweise auf deine Lebensaufgabe.

Schau auf deine Kindheit

  • Hattest du schon als Kind einen Traumberuf? Was hast du geantwortet, wenn dich jemand gefragt hat, was du später mal werden möchten?
  • Tipp: Häufig benötigt der „Kindheitstraumberuf“ eine Übersetzung, indem du dir die Frage stellst: Wofür steht dieser Beruf wirklich? Eine Managerin erzählte mir einmal, dass sie als Kind besonders gerne „Friseur“ gespielt hat. Warum? Sie liebte es, jede ihrer Freundinnen ganz individuell gemäß ihrer Persönlichkeit zu frisieren. Mit diesem Talent lebt sie heute ihre Berufung, da sie ein großes Geschick darin besitzt, die Persönlichkeit ihrer Mitarbeiter zu erkennen und diese individuell gemäß ihren Talenten einsetzen und zu fördern.

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Beziehe deine Talente und Stärken ein: Was kannst du besonders gut?

  • Was ging dir schon immer mühelos von der Hand bzw. fiel dir schon immer sehr leicht?
  • Womit kannst du dich stundenlang beschäftigen, sodass du die Zeit ganz vergisst?
  • Zu welchem Thema/welcher Aufgabe fragen andere dich oft um Rat oder bitten dich um Hilfe?

 Stellen dir einmal die „Was-wäre-wenn-Frage“!

  • Was würdest du ab morgen tun, wenn du völlig frei entscheiden könntest – also wenn Geld oder Sicherheit oder sonstige Abhängigkeiten in deinem Leben überhaupt keine Rolle spielen würden?
  • Tipp: Die ehrliche Beantwortung dieser Frage gibt dir sehr deutliche Hinweise auf deine Lebensaufgabe.

 Höre auf dein Herz!

  • Welche Aufgabe würdest du mit Liebe erledigen?
  • Was würde dir wirklich Freude machen?
  • Wie wäre es für dich, wenn du dieser Liebe und Freude folgen würdest?

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 Wenn du bereits ein gutes Gespür dafür hast, welcher Weg für dich der richtige wäre, diesen Weg aber derzeit noch nicht gehen (kannst), ist vor allem eines wichtig: Mach‘ dir keinen Druck, sondern bleibe im Vertrauen und in der Liebe. Dass die Richtung stimmt, erkennst du daran, dass es ganz leicht geht und dass die passenden Menschen, Situationen und Gelegenheiten plötzlich von selbst in dein Leben kommen.

Unbewusste Ängste und Blockaden können verhindern, dass du dein wahres Potenzial lebst. Alle Menschen haben unbewusste „Programme“, sogenannte Glaubenssätze, die das Leben steuern – meist nicht zu unserem Vorteil. Diese „Programme“ lassen sich  besonders gut mit sanften energetischen Methoden aufzeigen und auflösen, z.B. mit EFT („Emotional freedom techniques“, Klopfakupressur). Entscheidend ist der Wunsch, wirklich etwas im eigenen Leben verändern zu wollen. Es gibt immer eine Wahl.

Sobald du aber losgehst, wirst du eines feststellen:  Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße.

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Eine verkürzte Ausgabe dieses Artikels findest du auch Magazin „Kraftquelle

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