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ACHTUNG BAUSTELLE!

 

Dieser Sommer scheint der Sommer der Baustellen zu sein. Zumindest bei mir hier im sonst so idyllischen Berchtesgaden ist das so. Denn dieses Jahr hat es mich ordentlich erwischt. Da gibt es seit vielen Wochen eine Baustelle direkt neben meiner Haustür. Und eine weitere Großbaustelle lärmt nur zwei Häuser weiter, und das sogar schon seit Monaten. Von Montag bis Freitag Baulärm zwischen 7:30 Uhr und 17 Uhr – Klopfen, Hämmern, Bohren, Baustellenfahrzeuge, zwei große Kräne.

Für mich als Freiberufler, der die meiste Zeit zuhause arbeitet, ist der Lärmstress eine große Belastung. Ich bin genervt und ich bin frustriert. So sehr, dass ich neulich sogar meinen netten Nachbarn angefaucht habe, weil dieser zur Unzeit ein Gespräch mit mir anfangen wollte – als ich nämlich die sehr kurze lärmfreie Mittagspause für ein Nickerchen dem Balkon nutzen wollte. Und dabei bin ich doch hierhergezogen, um die Schönheit der Natur zu genießen – in idyllischer Umgebung arbeiten und leben, das war mein Plan – doch es hilft nichts, so sehr ich auch innerlich fluche und schimpfe. Die Baustelle ist allgegenwärtig. Nachts träume ich vom Dröhnen der Bohrer. Was nutzen die schönsten Pläne, wenn es Baustellen gibt?

Baustelle
Foto:pixabay

Doch dann habe ich nochmal in meinem eigenen Blog gestöbert. Und bin dabei auf die hermetischen Gesetze, genauer gesagt, auf das Gesetz der Resonanz gestoßen. Wie innen, so außen. Die Außenwelt ist immer nur eine Projektion unserer Innenwelt. Das habe ich sogar selbst geschrieben, touché!

Persönliche Baustellen

Sollten diese nervigen Baustellen vielleicht tatsächlich noch eine weitere, eine versteckte Bedeutung haben? Demnach müsste ich also auch gerade ganz viele unerledigte „Baustellen“ in meinem Leben haben. Hmmm. Dieser Gedanke hat mich beschäftigt. Und so habe ich das schöne Wetter genutzt, Kaffee in meine Thermosflasche gefüllt und bin zu meiner Lieblingsbank auf den Oberkälberstein gelaufen, von wo man einen wunderschönen Blick auf das gesamte Berchtesgadener Bergpanorama hat. Und tatsächlich, dort in der Stille, sind mir dann auf einmal ganz viele persönliche „Baustellen“ eingefallen.

Zum Beispiel ein wichtiges berufliches Projekt, welches gerade nicht vorangeht, was ich natürlich auf den Baulärm geschoben habe. Argument: „Ich kann gerade nicht arbeiten!“ Aber stimmt das wirklich? Ich könnte doch auch woanders arbeiten. Zum Beispiel hier, in der Natur, in einem netten Café oder sogar bei einer Freundin. Oder habe ich den Baulärm als Ausrede benutzt, weil ich gar nicht daran arbeiten wollte? Puh, ganz schön unbequem, diese Fragen. Und weil ich schon mal dabei war, sind mir dann gleich noch ein paar weitere, sehr persönliche „Baustellen“ eingefallen, von deren Klärung mich der Lärm da „draußen“ gerade wunderbar abgelenkt hatte. Es ist ja auch viel leichter, zu schimpfen….. eigentlich sehr praktisch, denn für die Baustellen vor meinem Haus kann ich schließlich nichts, oder?

Und so fange ich jetzt erstmal an, meine eigenen „Baustellen“ zu bearbeiten. Das geht schließlich überall. Und ich bin mir sicher, dass der Lärm vor meinem Haus irgendwann gar nicht mehr zu hören sein wird. Oder vielleicht stört er mich auch weniger. Auf jeden Fall wird es bestimmt sehr schön hier sein, wenn die Baustellen endlich „fertig“ sind.

Watzmann

In diesem Sinne wünsche ich euch einen wunderbaren Sommer, ob mit oder ohne „Baustellen“.

Herzlichst, eure Sabine

 

Die hermetischen Gesetze: Das Prinzip des Wandels

III. Das Prinzip der Schwingung/des ewigen Wandels

Alles ist in Bewegung, alles ist in Schwingung. Nichts ist in Ruhe. Das heißt, alles bewegt sich – ob wir es wollen oder nicht. 

Unser ganzes Leben besteht aus Veränderungen. Von der Geburt bis zum Tod müssen wir uns damit auseinandersetzen, dass nichts so bleibt, wie es ist. Wenn es überhaupt eine Konstante in unserem Leben gibt, dann ist die Veränderung dieses Ewige. So wie das Meer, welches je nach Jahreszeit, Wind- und Wetterlage mal kleine, mal riesige, mal stürmische Wellen an den Strand unseres Lebens spült – und trotzdem immer das Meer bleibt.

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Wir hätten also gute Gründe, diese Veränderungen als Teil unseres Lebens einfach anzunehmen, da wie sie ohnehin nicht aus unserem Leben aussperren können. Doch häufig tun wir uns schwer damit. Und nicht nur das – viele unserer „Strategien“ sind geradezu darauf ausgerichtet, dafür zu sorgen, dass das Unerwartete, also die Veränderung, uns nicht überwältigt. Wer kennt nicht das Argument des vermeintlich „sicheren“ Jobs, die vermeintliche „Sicherheit“ durch einen Partner bzw. eine Ehe, die „Sicherheit“ einer eigenen Immobilie usw. Sehr viele Branchen leben gut von der Angst vor der Veränderung durch Armut, Krankheit und Tod –  die Versicherungsbranche, die Finanzbranche, die Pharmabranche ……in den USA vor allem auch die Waffenbranche.

Die Angst vor Veränderung war schon immer der Nährboden für Populismus, bis hin zu nationalistischen und rassistischen Ideen. Denn das dritte hermetische Prinzip ist gerade sehr aktuell. Die Herausforderungen einer globalen Welt zwingen uns gerade dazu, uns mit notwendigen Veränderungen auseinanderzusetzen. Aber auch gerade an dieser Stelle ist erkennbar, wie schwer sich viele Menschen damit tun. Anstatt die Veränderungen als Teil des Lebens anzunehmen und verantwortungsvolle Lösungen für globale Probleme – an deren Entstehung vor allem die westlichen Industrienationen beteiligt sind – zu suchen, setzen viele auf Abschottung, Protektionismus, Mauern und den Aufbau von Feindbildern. Die Stärke des Hasses und der Ablehnung ist dabei nur die Projektion der eigenen Ängste. Diese Ängste sind nicht neu, sie waren schon immer da – sie treten nur jetzt ganz besonders massiv hervor. Und nicht jeder möchte sich damit auseinandersetzen.

Doch sämtliche Vorstellungen, die die Existenz des dritten universellen Prinzips missachten und die auf die rücksichtslose Beibehaltung eines früheren Status quo setzen, den es nicht mehr gibt, werden  früher oder später scheitern. Es geht gar nicht anders. Das gilt im Übrigen auch für religiöse Ideen, ganz unabhängig von der Konfession.

Wer das dritte Prinzip verstanden hat, kann sich daher ganz entspannt zurücklehnen und dem ganzen Irrsinn, der da gerade in der Welt zu toben scheint, voller Vertrauen und mit einem Augenzwinkern zuschauen. Es wird so nicht funktionieren. Vielleicht geht es nur darum, das Bild einer Welt loszulassen, von der wir bisher angenommen haben, dass sie immer so sein soll.

Denn Veränderung bedeutet immer auch, etwas loszulassen. Am drastischsten erleben wir diese Veränderung mit dem Tod eines geliebten Menschen. Manchmal müssen wir einen Partner loslassen,  einen materiellen Besitz oder eine vermeintliche Sicherheit, eine Komfortzone, einen Glaubenssatz, eine alte Angst, einen Anspruch an uns selbst, die Idee eines Lebens, das nur so und nicht anders sein soll.

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Doch wer loslassen kann, hat auf einmal eine Hand frei  – und darf sich freuen, was er damit alles Neues in sein Leben holen kann.

 

 

Die hermetischen Gesetze: Das Prinzip der Resonanz

Das zweite hermetische Prinzip ist vermutlich das bekannteste, denn darüber wurde bereits sehr viel geschrieben. Da es jedoch für unser Leben so eine fundamentale Bedeutung hat und dennoch so häufig missverstanden wird, möchte ich es hier noch einmal ausführlich darstellen.

II. Das Prinzip der Analogie, der Entsprechung oder Resonanz – Wie oben, so unten. Wie innen, so außen. 

Das Prinzip der Resonanz greift den Grundgedanken des ersten Prinzips, dem Prinzip des Geistigen, auf und entwickelt diesen weiter: Gedanken sind Energie, sie erzeugen Schwingungen, eine Frequenz. Auf dieser Frequenz „kommunizieren“ wir unbewusst und ziehen damit Menschen und Ereignisse mit gleicher Schwingung in unser Leben. Somit bekommen wir im Leben immer das „präsentiert“, was sich gerade auf unserer Frequenz befindet. Man könnte auch sagen: Gleiches zieht Gleiches an.

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Ein ausgeglichener, zufriedener Chef, der seine Aufgabe liebt und seine Mitarbeiter schätzt, wird sich Zeit für diese nehmen, ihre Stärken und Fähigkeiten herausfinden und auftauchende Probleme gleich von Anfang an besprechen. In der Konsequenz wird auch er von seinen Mitarbeitern geschätzt werden. Es ist anzunehmen, dass sie motiviert sind und gerne für ihn arbeiten, auch wenn vielleicht einmal Mehrarbeit ansteht.

Dagegen wird ein Chef, der permanent unter Druck steht und gereizt, nervös und ungeduldig agiert, seine innere Einstellung früher oder später im eigenen Umfeld wiederfinden. Wer wenig Zeit und Interesse für die Mitarbeiter aufbringt, wird deren wesentliche Bedürfnisse und Wünsche, aber auch latent vorhandene Konflikte kaum bemerken. Als Folgen werden früher oder später Konflikte, höhere Fehlzeiten bis hin zu Fluktuation sowie eine schlechte Stimmung im Team auftreten.

Vor allem Partnerschaften sind hervorragende Beispiele dafür, wie gut das Gesetz der Resonanz funktioniert, denn unser Partner zeigt uns stets auch unsere eigenen unbewussten und häufig verdrängten Egoanteile auf. Da wir den eigenen „Schwingungsanteil“ in uns jedoch nicht sehen, projizieren wir diesen allzu gerne auf den Partner, wo er gut sichtbar ist und sich im Außen doch anscheinend prima bekämpfen lässt. Diesen Vorgang nennt man „Projektion“ und er ist ein genialer Schachzug unseres Ego! Denn anfangs ist es fast unmöglich, die eigene Projektion zu erkennen. Stattdessen gibt es da im „Außen“ etwas, was uns stört und was wir bekämpfen möchten. Die „Falle“ besteht darin, dass es dieses „Außen“ gar nicht gibt, denn im Grunde bekämpfen wir den Anteil in uns selbst, den wir nicht sehen wollen bzw. können.

Projektion
Foto: pixabay (lizenzfreie kommerzielle Nutzung)

 

Hier ein paar typische Beispiele aus meiner Praxis in der Paarberatung:

Der Vorwurf: „Mein Partner/meine Partnerin kontrolliert alles!“

Frage zur Selbstreflexion: Wo gibt es Bereich in meinem Leben, die ich selbst kontrolliere (inklusive meiner eigenen Gefühle?)

Der Vorwurf: „Mein Partner/meine Partnerin ist unehrlich oder gar untreu mir gegenüber“!

Frage zur Selbstreflexion: Bin ich wirklich ehrlich zu mir selbst? Wo belüge oder betrüge ich mich selbst in meinem Leben?

Wer starke Ängste im Leben hat, wird auch immer wieder Partner mit starken Ängsten anziehen – oder vielleicht auch gar keinen Partner.  Wer sich selbst ohnmächtig fühlt, wird immer wieder in die „Opferrolle“ geraten – zumindest solange, bis die blockierenden Denk- und Glaubensmuster aufgelöst wurden.

An dieser Stelle wird schon klar, dass das mit der Resonanz keine so ganz einfache Sache ist, denn dieses Prinzip anzuerkennen bedeutet, in die Selbstverantwortung zu gehen und nichts und niemanden mehr im „Außen“ für die eigenen Gefühle verantwortlich zu machen. Das ist wirklich eine große Aufgabe, aber wer diesen wichtigen Schalter einmal „umgelegt“ hat, kommt gar nicht mehr in die alte Denkweise zurück. Statt Opfer zu sein sind wir auf einmal in unserer eigenen Macht – wir sind zum Schöpfer unseres Lebens geworden.

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Über das „Gesetz der Resonanz“ wurde bereits in vielen Büchern und Filmen („The Secret“, „Das Gesetz der Resonanz“, „Wünsche an das Universum“, „Das Geheimnis des Herzmagneten“ etc.) berichtet. Hier geht es häufig darum, wie man das Gesetz der Resonanz nutzen soll, um Dinge, die man haben möchte, durch „Manifestation“ in sein Leben zu holen. Zugegeben: Den Film „The secret“ mochte ich nie. Die Vorgehensweise erschien mir zu reißerisch, zu simpel, zu amerikanisch: Du musst dir nur  wünschen, was du möchtest, und alles kann wahr werden.  So simpel ist es leider nicht. Zumindest nicht, bis man begriffen hat, wo der Denkfehler liegt. Dann ist es auf einmal wieder ziemlich simpel.

Das Gesetz der Resonanz funktioniert tatsächlich, dennoch ist es keine Wunscherfüllungsmaschine. Denn es steht natürlich mit den anderen universellen Gesetzen in Zusammenhang, allen voran dem Prinzip des Geistigen und dem Prinzip der Polarität.

Was insbesondere erfolgreiche kommerzielle Angebote manchmal ausblenden, ist die simple Tatsache, dass die Frequenz, auf der wir unterwegs sind, nicht mit unseren bewussten Gedanken, sondern in erster Linie mit den unbewussten Gedanken interagiert. Um das Prinzip der Resonanz für sich arbeiten zu lassen, ist es daher unbedingt erforderlich, sich mit den eigenen unbewussten Gedanken und Glaubensmustern auseinanderzusetzen.

Wer innerlich die (unbewusste) Überzeugung in sich trägt, dass er es nicht wert ist geliebt zu werden – und sich somit selbst nicht liebt –  wird keinen ihn liebenden Partner finden. Auch nicht, wenn er hundert Briefe ans Universum schreibt oder sich seinen Traumpartner bis ins Detail manifestiert. Wer tief in seinem Inneren einen Glaubenssatz in sich trägt, dass Geld etwas Schlechtes ist, wird mit seinen Finanzen immer Probleme haben – egal, wie oft der Lottogewinn herbeigewünscht wird.

Das Universum ist zum Glück kein Bestellkatalog, der die vielen Bestellungen unserer Egos aufnimmt, damit wir endlich! und auf so einfache Weise (von außen) glücklich gemacht werden. Der Weg geht immer zuerst nach innen.

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Es gibt noch ein weiteres Missverständnis, welches häufiger auftaucht: Die Anwendung des Resonanzprinzips bedeutet keineswegs, an Ereignissen im Leben, wie z.B. schweren Krankheiten, die „Schuld“ zu haben. Hier verbindet sich nämlich das Prinzip der Resonanz mit dem Prinzip der Polarität: Es gibt nie nur Gesundheit, es gibt immer auch Krankheit, das eine bedingt das andere. Erst die Annahme der Polarität „Krankheit“ erlaubt es, eine Sichtweise zuzulassen, die uns Menschen aus der Ohnmacht in die Selbstverantwortung bringt. Krankheit gehört zum Leben wie die Dunkelheit zum Licht, oder der Tod zum Leben. Das heißt, unser Organismus wird immer wieder auch einmal krank sein. Aber wir haben die Wahl: Wir können gegen die Krankheit ankämpfen, sie „weghaben“ wollen, uns in die Ohnmacht begeben und unsere Verantwortung ausschließlich an Dritte, also an das „Außen“ (Ärzte, Kliniken, Therapeuten etc…) abgeben. Das ist zwar häufig medizinisch notwendig und hilfreich, reicht aber alleine nicht aus. Oder wir können beginnen, uns mit uns selbst auseinanderzusetzen. Dann haben wir die Chance, zu erfahren, warum diese Krankheit (oder die eines uns nahestehenden Menschen oder gar eines Kindes) in unser Leben gekommen ist. Erst dadurch wird Annahme oder gar Heilung von innen heraus möglich.  

Die hermetischen Gesetze: Sieben geniale Wegweiser zu Gelassenheit und innerer Zufriedenheit

Warum passiert das hier ausgerechnet in meinem Leben? Was ist der Sinn des Ganzen? Gibt es überhaupt einen? Was kann ich daraus lernen? Wie kann ich angesichts aller „Dramen“ um mich herum trotzdem gelassen und zuversichtlich bleiben?

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Bestimmt hat ein jeder von uns sich die eine oder andere Frage schon einmal selbst gestellt. Bisher waren diese vielleicht nicht so dringend, weil das Leben irgendwie auch so „funktionierte“. Doch das scheint sich gerade grundlegend zu ändern. Sehr viele Menschen spüren, dass unsere alten, bewährten und erprobten „Erklärungsmuster“ nicht mehr funktionieren. Dass wir den Job, den wir immer gemacht haben, auf einmal nicht mehr weitermachen möchten. Dass wir Beziehungen, in denen wir nicht wir selbst sein können, nicht mehr leben wollen. Dass wir keine Lust mehr auf die ewig gleichen „Dramen“ haben, die das Theater unseres Lebens uns mit schönster Regelmäßigkeit immer wieder vorspielt. Dass unser Körper uns immer deutlichere Signale sendet, weil wir nicht unsere innere Wahrheit leben.  Gleichzeitig spüren wir aber auch, dass alte Sicherheiten und Komfortzonen wegbrechen und dass der Druck, sich zu verändern, gewaltig zunimmt.

Es braucht also etwas Neues. Die gute Nachricht: Die ganzen „gefühlten“ Dramen um uns herum haben wirklich einen Sinn. Es hilft auch nicht weiter, sie „weghaben“ zu wollen, um dann wie bisher in den alten Komfortzonen weiterleben zu können. Stattdessen wird es in Zukunft immer mehr darum gehen, das Leben unter einen sehr viel größeren Sinnzusammenhang zu stellen. Die Perspektive zu wechseln. Uns selbst als Schöpfer unseres Lebens zu sehen. Alte Glaubensmuster und Blockaden aufzulösen. Die eigenen Talente zu leben. Der leisen Stimme in uns, der Intuition, unserem inneren Kompass, zu vertrauen, auch wenn der Verstand Zeter und Mordio schreit. Immer weiterwachsen zu wollen, und jede Krise, jedes Scheitern, jeden Misserfolg als wichtige Geburtshilfe dankbar anzunehmen. Keine Angst davor zu haben, sich auf unbekanntes Terrain zu begeben, auch wenn die vermeintlichen „Sicherheiten“ auf einmal alle wegfallen.

Denn Glück und Sinnhaftigkeit sind keine Dinge, die irgendwo da „draußen“, im Außen, zu finden sind. Sie sind nichts anderes als das Ergebnis unserer inneren Einstellung.

Ein sehr mächtiges Instrument, welches uns den Weg aufzeigen kann, unser Leben wirklich zu verstehen, basiert auf einer Weisheit, die vor vielen tausend Jahren in Ägypten ihren Ursprung hatte: der hermetischen Philosophie.

Der sagenumwobene Hermes Trismegistos gilt als einer der Urväter der Philosophie und ist gleichzeitig eine der rätselhaftesten Figuren der Menschheitsgeschichte. Es ist bis heute nicht beweisen, ob er tatsächlich gelebt hat oder ob die nach ihm benannten „hermetischen Gesetze“ aus verschiedenen Quellen zusammengefügt wurden. Über Hermes Trismegistos wird behauptet, dass er die kosmischen Gesetze kannte und wusste, was die Welt und das Universum in ihrem Kern zusammenhält. Denn alles Lebendige folgt bestimmten Gesetzen; nichts existiert und geschieht zufällig. Wer diese Gesetze – es sind sieben – kennt, kann letztendlich verstehen, warum etwas geschieht – und lernen, darauf zu vertrauen, dass immer das Richtige geschieht.

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Ich möchte die sieben hermetischen Gesetze in diesem Blog nach und nach vorstellen und mit Beispielen aus meiner beruflichen Praxis zeigen, wie wir diese verstehen und in unser Leben integrieren können. Sie sind hilfreiche Wegweiser auf dem Weg zu innerer Zufriedenheit und Gelassenheit.  

Beginnen möchte ich mit dem ersten Prinzip – dem Prinzip des Geistigen.

I. Prinzip:

Alles ist Geist. Alles Vorhandene hat einen geistigen Ursprung. Alles, was wir denken, ist Wirklichkeit und schafft Wirklichkeit.

Im Grunde wissen wir das – dank der Quantenphysik – mittlerweile alle. In der Theorie zumindest. Diese Erkenntnis aber wirklich anzuwenden und als wichtiges Lebensprinzip zu verstehen, ist eine ganz andere Sache.

In meinen Seminaren mit Führungskräften führe ich daher gerne folgendes Experiment durch:

Ein Freiwilliger verlässt den Raum ohne zu wissen, was gleich passieren wird. Die im Raum verbleibende Gruppe erhält von mir zwei Instruktionen: Im ersten Durchgang bitte ich alle, eine Minute lang nur Negatives über den Teilnehmer außerhalb des Raumes zu denken. Dabei wird kein Wort gesprochen; die Tür bleibt verschlossen. Wenn ich den Freiwilligen dann hereinbitte und von einem weiteren Teilnehmer einen Muskeltest durchführen lasse (den ausgestreckten Arm herunterdrücken, was der Freiwillige nicht zulassen soll), dann gelingt das sehr leicht, d.h. der Teilnehmer ist deutlich geschwächt. Beim zweiten Durchlauf ist alles anders: Im Raum konzentrieren sich alle darauf, nur das Allerbeste über den Kollegen vor der Tür zu denken.  Anschließend gelingt es in der Regel nicht, dessen Arm nach unten zu drücken – denn dieser hat plötzlich ohne sein eigenes Zutun sehr viel „Power“ und Selbstbewusstsein bekommen –  nur durch die Macht der Gedanken.

Was können wir (nicht nur Führungskräfte) aus diesem Experiment lernen? Es hat einen direkten Einfluss, was wir über andere Menschen denken. Wer als Chef nur das Beste von seinen Mitarbeitern denkt, stärkt sie und bewirkt damit Motivation und Engagement. Wer schlecht über andere denkt, schwächt sie – und letztendlich auch sich selbst, denn alle Teilnehmer berichten mir immer wieder, dass die Minute „Negativdenken“ sehr anstrengend ist und teilweise sogar Kopfschmerzen verursacht.

Der Gedanke – also das „Geistige“ – wird also zur Wirklichkeit. Wir sollten daher immer gut aufpassen, was wir denken. Mit unseren Gedanken schaffen wir unsere Welt. Denn was anderen gegenüber so offensichtlich wirkt – die Macht unserer Gedanken –  wirkt auch bei uns selbst. Leider nutzen wir dieses Prinzip nicht immer zu unserem Vorteil!

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Unbewusste Gedanken – die Wirkung von Glaubenssätzen

Ich bin nur dann „richtig“, wenn ich alles perfekt erledige!

Ich kann einfach nicht „Nein“ sagen, wenn andere mich um etwas bitten.

Ich bin nur dann ein wertvoller Mensch, wenn ich „funktioniere“!

Wenn man Kinder hat, kann man als Frau eben nicht alles machen, was man möchte.

Um es zu etwas zu bringen, muss man viel arbeiten.

Das Leben ist nicht leicht.

Wer kennt sie nicht, diese typischen Glaubenssätze? Wir alle haben diese „Programme“ in uns – manche sind uns bewusst, andere laufen komplett unbewusst ab. Meist ziehen sich diese Denkmuster wie ein roter Faden durch unser ganzes Leben hindurch.

Glaubenssätze entstehen meist in der frühen Kindheit, als wir noch voll und ganz von unseren Bezugspersonen (meist den Eltern) abhängig waren und deren Werte und Denkmuster verinnerlicht haben – letztendlich, um das zu bekommen, was alle Kinder brauchen: Liebe, Anerkennung, Geborgenheit, Wertschätzung. Als Kinder sind wir unglaublich geschickt darin, uns dem Wertesystem unserer Familie anzupassen, um unser materielles und emotionales Wohlergehen bestmöglich zu sichern.

Manche Glaubenssätze entstehen auch erst später im Leben (z.B. durch den Freundeskreis). In der Regel haben aber diejenigen Muster, die uns schon sehr früh geprägt haben, den nachhaltigsten Einfluss auf unser Leben. Irgendwann sind wir „erwachsen“, haben ein eigenes Leben, vielleicht eine eigene Familie, und dennoch: die alten Glaubensmuster sind unsere treuesten Begleiter im Leben. Oft merken wir das erst, wenn unser Körper deutliche Signale sendet, wenn wir krank werden oder wenn wir regelrecht „an die Wand fahren“,  z.B. durch einen Burnout oder einen Herzinfarkt.

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Was vielen Menschen gar nicht so bewusst ist: Viele unserer  Beschwerden, Ängste und Symptome sind auf unser inneres Glaubenssystem zurückzuführen, welches wie ein „geistiges“ Gift wirkt.  Auch hier gilt: Alles Vorhandene hat einen geistigen Ursprung. Was wir denken, schafft unsere Realität. 

Wenn ich mit Klienten in meiner Heilpraktikerpraxis arbeite, erlebe ich diese Wechelwirkung immer wieder in den unterschiedlichsten Varianten:

Taube Finger, die immer wieder „einschlafen“, weil die eigene Kreativität nicht gelebt wird

Glaubenssatz: „Als Frau mit Kindern kann man nicht das machen, was man wirklich möchte“.

Unerklärliche Schmerzen in der Hüfte, weil der Berufswunsch der Jugend (Tänzerin) zugunsten einer vernünftigen Variante aufgegeben wurde

Glaubenssatz: „Ich muss funktionieren“. (Tänzerin ist kein Beruf. Mach was Vernünftiges).

Immer wieder Probleme mit den Füßen, weil dem Wunsch, aus einer unglücklichen Ehe einfach „wegzulaufen“, nie stattgegeben wurde

Glaubenssatz: „Das tut man nicht. Was sollen denn die Leute denken?“

Eine panische Angst vor Spinnen, weil man in frühester Kindheit eine Gruselgeschichte über Spinnen gehört hat  

Glaubenssatz: „Spinnen sind sehr böse Tiere.“

Immer wieder Geldprobleme im Leben

Glaubenssatz: „Was ich auch anpacke, geht schief“ (Aus dir wird nie was)

 Massive Prüfungsängste

Glaubenssatz: „Ich bin nicht richtig, wie ich bin. Daher halte ich lieber den Mund, bevor ich was Verkehrtes sage.“

Von diesen „geistigen Programmen“, die letztendlich zur Wirklichkeit werden und damit unser Leben blockieren, gibt es unzählige Varianten. Doch wir müssen ihnen nicht augeliefert sein.

Es gibt wirkungsvolle Methoden, um diese Glaubenssätze ins Bewusstsein zu holen und auf sanfte Art aufzulösen – sie lassen sich tatsächlich in den allermeisten Fällen löschen wie Programme auf einer Festplatte. Eine dieser Methoden, die einen Zugang zum Energiesystem des Körpers ermöglicht, ist die EFT-Klopfakupressur (Emotional freedom techniques).

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Sind die „dicksten“ Blockaden erst einmal beseitigt, wirkt das erste hermetische Gesetz nämlich auch umgekehrt: Durch unsere Gedanken können wir unser Leben und somit unsere Wirklichkeit ganz bewusst positiv gestalten.  Alte, hinderliche Denkweisen können durch neue Gedanken ersetzt werden. Wir können unser Glück tatsächlich selbst erschaffen.

Ein „Außen“  gibt es streng genommen gar nicht. Denn jedes „Außen“, jede äußere Wahrnehmung, ist immer nur der Spiegel unserer inneren Realität.

Wer das erkannt hat, hat seine eigene Macht erkannt.

 Der nächste Beitrag beschäftigt sich mit dem Prinzip der Resonanz und was dieses für unser Leben bedeutet.